Die Vorschau auf das Wochenwetter
Jetzt kommt Frau Holle zum Zug


Während es im Süden winterlich bleibt, dominiert im Norden anfangs noch etwas mildere Meeresluft; ab Donnerstag bringt frische Polarluft Schnee.

Montag, 17. Dezember 2001, 12.00 Uhr von Roland Schmidt


Hinter einem russischen Kaltluftropfen floss ab Donnerstag der vergangenen Woche extrem kalte Luft nach Deutschland ein. Sie blieb vor allem in Bayern auch am Wochenende wetterbestimmend, in den Nächten gab es am Alpenrand Minima bis minus 25 Grad und in Ostbayern schneite es zeitweise. Im übrigen Deutschland setzte sich aus Nordosten nach und nach deutlich weniger kalte Luft durch, dabei war es östlich der Elbe häufig bedeckt oder trüb und gelegentlich fiel etwas Schnee oder Sprühregen. Am Rhein und im Nordwesten schien dagegen besonders Sonntags längere Zeit die Sonne und so wurden hier Maxima bis 5 Grad erreicht, in den Nächten gab es meist nur noch leichten bis mässigen Frost und direkt an den Küsten war es sogar teilweise frostfrei.

In der Nacht zu Montag breiteten sich aus Nordosten dichte Wolkenfelder nach Südwesten hin aus, aus denen es hin und wieder etwas schneite, nur im Nordwesten und südlich der Donau blieb es noch weitgehend klar. Tagsüber erreicht das Schneefallgebiet auch die Alpen, im Norden lockert die Wolkendecke mehr und mehr auf. Hier wird es mit 3 bis 5 Grad relativ mild, in der Mitte liegen die Maxima bei 0 bis 3 Grad, im Süden nur um 0 Grad.


Dienstags ist es überall wechselnd bewölkt und meist trocken, nur an den Alpen fallen noch ein paar Flocken, die Temperaturen ändern sich kaum. Am Mittwoch zieht von Norden her dichte Bewölkung auf und bei stark auffrischendem westlichen Wind setzen Niederschläge ein. Die fallen anfangs als Regen, gehen aber bis zum Abend von Norden her immer mehr in Schnee über, dabei sinken die Temperaturen allmählich unter den Gefrierpunkt.

Der Donnerstag bringt in der Mitte und im Süden anhaltenden Schneefall und leichten Dauerfrost, im Norden fallen bei wechselnder Bewölkung immer wieder Schneeschauer, nur direkt an der Küste sind noch Höchstwerte etwas über 0 Grad möglich. In der Nacht zu Freitag gibt es verbreitet mässigen Frost zwischen minus 5 und minus 10 Grad. Am Freitag schneit es südlich der Donau weiter, sonst sind vor allem im Nordstau der Berge schauerartige Schneefälle zu erwarten, es bleibt mit minus 5 bis 0 Grad frost kalt. Und auch der vierte Advent verspricht ein richtiges Wintermärchen zu werden, in dem Frau Holle immer wieder mal die Flocken wirbeln lässt und Väterchen Frost für deren Haltbarkeit sorgt. Vielleicht bleibt uns dieses traumhafte Team ja auch zu den Weihnachtsfeiertagen treu...